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Klimawandel

So können wir den Klimawandel stoppen

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Die Entscheidung der Kohle-Komission wurde gerade auf Januar vertagt, die UN-Klimakonferenz Anfang nächster Woche im polnischen Katowice verspricht auch keine Quantensprünge und das Klimakarussell dreht sich immer schneller.

Laut Weltklimarat ist es noch möglich, die Erderwärmung auf die dringend notwendigen 1,5 Grad zu begrenzen. Doch dafür müssen radikale Maßnahmen ergriffen werden. Und hier ist die Politik gefragt. Doch auch jeder einzelne kann im Alltag seinen Beitrag dazu leisten, das Klima zu entlasten.

  • Ökostrom beziehen Das spart etwa 0,6 Tonnen CO2 pro Jahr/Person. Wichtig: Achte auf Ökostrom-Gütesiegel (z.B. TÜV Nord). Nur dann ist garantiert, dass der bezogene Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde und deren Ausbau durch den Stromanbieter gefördert wird.
  • Bus und Bahn statt Flugzeug Fliegen ist der Klimakiller schlechthin. Vor allem auf Kurzstrecken und im Inland ist die Bahn eine gute, leider nicht immer günstige Alternative. Fernbusse haben sogar eine noch bessere Energieeffizienz, da ihre Auslastung meist höher ist. Auf längeren Strecken können Nachtzüge (ÖBB) das Flugzeug ersetzen Wer dennoch aufs Fliegen setzt, kann über Ausgleichszahlungen an Atmosfair oder MyClimate seine Klimabilanz verbessern.
  • Sharing is caring Produkte teilen spart Energie in der Herstellung und Rohstoffe. Autos, Werkzeuge und andere Dinge, die man vielleicht nicht täglich braucht, kann man heute bequem ausleihen. Spezielle Sharing-Plattformen (eine Liste findet ihr hier) bieten vor allem in größeren Städten alles, was man braucht. Aber auch im Freundeskreis lohnt es sich zu fragen. 
  • Bio-Lebensmittel aus der Region Abgesehen von der oft höheren Qualität ist auch die Ökobilanz besser. Denn weniger Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel sorgen für 20 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als bei konventionell hergestellten Lebensmitteln. Außerdem werden Treibhausgase im Boden gebunden. Kürzere Transportwege und keine beheizten Treibhäuser sparen zusätzlich CO2.
  • Tierische Produkte reduzieren Gleich nach dem Verkehr ist unser Fleischkonsum die größte Quelle für Treibhausgase. Wer Fleisch von seinem Speisezettel streicht, kann seinen ökologischen Fußabdruck um 24 Prozent verbessern. Wer vollständig auf tierische Produkte verzichtet, sogar um 40 Prozent. Zum Vergleich: Ein Kilo Obst oder Gemüse verursacht ein Kilo CO2. Ein Kilo Rindfleisch liegt bei etwa 20 Kilo CO2. Schweinefleisch liegt bei acht Kilo, Geflügel bei rund vier Kilo. Aber auch Milchprodukte, insbesondere Butter (23 Kilo CO2) haben eine schlechte Öko-Bilanz.
  • Green Banking Finanzen und Klima stehen auf den ersten Blick vielleicht nicht direkt in Verbindung. Wer jedoch sein Geld bei einer „grünen Bank“ (Tomorrow, GLS, Ethikbank) deponiert, investiert nicht in Rüstung, Lebensmittelspekulationen oder fossile Energieformen, sondern in nachhaltige Projekte und erneuerbare Energien.
  • Weniger Konsum Wer sich öfter mal die Frage stellt „Brauche ich das wirklich?“ verbessert seinen ökologischen Fußabdruck. „Das kann ich gebrauchen“ und „Das brauche ich“ sind zwei sehr unterschiedliche Aussagen. Beim Shopping äußern wir meist den ersten Satz. Und er sagt eigentlich schon aus, dass wir ebenso gut auch verzichten könnten, ohne einen wesentlichen Nachteil zu haben.
    Ein weißes T-Shirt allein beispielsweise verursacht mit einer Lebenszeit von 55 Waschgängen etwa 11 Kilo CO2. Eine gute Alternative ist Second Hand-Kleidung.
    Generell sollte man beim Kauf von Produkten auf Langlebigkeit achten.
  • Wasser und Strom sparen Das macht sich nicht nur im Portemonnaie bemerkbar, auch die Umwelt profitiert. Laut einer Greenpeace-Studie kann allein die Senkung der Raumtemperatur um ein Grad bis zu 350 Kilo CO2 pro Jahr einsparen.
  • Recycling Plastik, Glas, Metall oder Altpapier können heute sehr gut wiederverwertet werden. Das spart Energie bei der Herstellung von neuen Produkten und Rohstoffe.
  • Politisch Einfluss nehmen Achte bei der nächsten Wahl darauf, welche Partei sich in Sachen Klimaschutz engagiert. Auch die ehrenamtliche Mitarbeit bei, sowie Geldspenden an Umweltverbände und NGOs, die sich dem Klimaschutz verschrieben haben, können einen Beitrag leisten.

 

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